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So schreibst du einen KI-Bilderbuch-Prompt

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Laura
Veröffentlicht am Aug 20, 2026
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Ein guter KI-Bilderbuch-Prompt nennt den Leser, die Hauptfigur, ein konkretes Ziel oder Problem, den Schauplatz, die Stimmung und das gewünschte Ende. Ergänze zwei oder drei persönliche Details, die die KI nicht kennen kann. Bitte anschließend um einen Entwurf, den du prüfen kannst, statt um ein fertiges Buch, das du unverändert übernehmen sollst.

Du musst im Eingabefeld keinen Miniroman verfassen. Entscheidend sind ein paar klare Vorgaben, bevor das Werkzeug die offenen Fragen an deiner Stelle beantwortet.

Vorlage für deinen KI-Bilderbuch-Prompt

Fülle aus, was für dein Buch wichtig ist, und streiche den Rest.

Schreibe eine sanfte / lustige / abenteuerliche illustrierte Geschichte. Für wen: Name, Alter Jahre. Lesesituation: kurze Gute-Nacht-Geschichte / selbstständiges Lesen. Umfang: Vorlesedauer oder ungefähre Wortzahl. Aufteilung: Anzahl der illustrierten Szenen oder Doppelseiten. Interesse: konkretes Interesse. Typischer Satz oder Angewohnheit: persönlicher Satz oder Verhalten. Schauplatz: Ort. Ziel der Hauptfigur: kleines, klares Ziel. Hindernis: Problem. Lass Name selbst die entscheidende Lösung finden. Baue ein oder zwei echte Personen, Tiere, Gegenstände oder Erinnerungen ein. Vermeide unerwünschte Inhalte. Verwende konkrete Sprache, die beim Vorlesen natürlich klingt. Beende die Geschichte mit gewünschtes Gefühl oder Schlussbild, ohne die Moral zu erklären. Fasse mir vor dem Schreiben die Handlung in vier Stationen zusammen, damit ich sie prüfen kann.

Ausgefüllt könnte die Vorlage so aussehen:

Schreibe eine warme, leicht lustige illustrierte Geschichte für die sechsjährige Nia. Sie soll beim Vorlesen etwa fünf Minuten dauern und in zehn illustrierte Szenen gegliedert sein. Nia liebt Käfer und nennt ihre Lupe "Detektivfenster". An einem regnerischen Nachmittag in Omas Wohnung möchte sie herausfinden, wo sich die Marienkäfer vom Balkon verstecken. Doch der Wind trägt ihre selbst gezeichnete Karte davon. Lass Nia Hinweise entdecken und das Problem selbst lösen. Omas rote Gießkanne und der rote Kater Feri sollen vorkommen. Die Gefahr bleibt klein, und es gibt keine Bösewichte. Am Ende zeichnen Nia und Oma am Küchentisch eine neue Karte. Erkläre keine Moral. Fasse mir vor dem Schreiben die Handlung in vier Stationen zusammen, damit ich sie prüfen kann.

Die Struktur funktioniert auch für ältere Kinder. Für eine selbstständige Leserin könntest du zum Beispiel vier kurze Kapitel über eine Zehnjährige schreiben lassen, die mit ihrem Onkel ein altes Fahrrad repariert. Ergänze den echten Spitznamen ihrer Werkstatt und lass die Geschichte mit der ersten Fahrt enden. Lege Länge und Kapitelform fest, aber behalte Figur, Problem, persönliches Detail und Schlussbild als Kern.

Beginne mit dem Kind und der Lesesituation

"Schreibe eine Kindergeschichte" lässt zu viele Fragen offen. Eine Gute-Nacht-Geschichte für ein Vorschulkind braucht ein anderes Tempo als ein Buch, das ein achtjähriges Kind allein liest. Nenne deshalb Alter, Lesesituation und ungefähre Lesestufe.

Das Alter ist nur ein Anhaltspunkt. Wenn das Kind lange Vorlesegeschichten liebt, schreib es dazu. Lernt es gerade die Familiensprache und braucht kurze, konkrete Sätze, ist das die nützlichere Information. "Für eine Siebenjährige" sagt weniger als "für eine Siebenjährige, die selbst liest, aber kurze Kapitel bevorzugt". Ergänze Vorlesezeit, Wortzahl oder Anzahl der Szenen, damit der Entwurf zum geplanten Buch passt.

Überlege auch, wie sich die letzte Seite anfühlen soll. Ruhig? Stolz? Schläfrig? Die Antwort beeinflusst den Weg dorthin, nicht nur den letzten Absatz.

Gib der Geschichte eine kleine, vollständige Form

Lieblingsdinge allein ergeben noch keine Handlung. Dinosaurier, Fußball, Mondstation und sprechender Hase dürfen alle zur Welt des Kindes gehören. Trotzdem muss darin etwas geschehen.

Reading Rockets beschreibt die typische Erzählstruktur anhand von Schauplatz, Figuren, einem Problem, Lösungsversuchen und einer Auflösung. Für deinen Prompt reichen vier Entscheidungen:

  1. Wo beginnt die Hauptfigur?
  2. Was möchte oder muss sie erreichen?
  3. Was steht im Weg, und welche Entscheidung trifft sie?
  4. Was ist auf der letzten Seite anders?

Das Problem sollte in ein einzelnes Bilderbuch passen. Eine verschwundene Rezeptkarte, ein Drache mit Angst vor einer Brücke oder die Ankunft eines Geschwisterchens geben der Handlung eine klare Richtung. "Rette die ganze Galaxie und lerne dabei etwas über Freundlichkeit" führt eher zu einer gehetzten Geschichte mit einer kleinen Predigt am Ende.

Wenn du die Handlung vor dem Prompten ausführlicher ausarbeiten möchtest, hilft der Ratgeber zum Schreiben einer Kindergeschichte.

Nutze Details, die nur eure Familie kennt

Ein Name macht die Oberfläche persönlich. Vertraute Einzelheiten sorgen dafür, dass sich die Geschichte wirklich nach dieser Familie anfühlt.

Suche nach einem Satz, Gegenstand, Ort oder Verhalten, an dem eine kleine Geschichte hängt:

  • Der Rucksack mit dem kaputten Reißverschluss
  • Der Hund, der an der Bäckerei nicht vorbeigehen will
  • Opas grüne Tasse
  • Der eigene Name des Kindes für den Mond
  • Das Lied, das alle im Auto falsch singen

Zwei oder drei Details reichen. Eine vollständige Biografie im Prompt lässt jedem einzelnen Punkt zu wenig Raum. Frag dich: Könnte derselbe Satz auch im Buch einer fremden Familie stehen? "Sie ist nett und liebt Abenteuer" könnte das. "Sie zählt auf dem Schulweg rote Türen" wahrscheinlich nicht.

Lass die echten Details die Handlung verändern. Wenn du Opas grüne Tasse erwähnst, kann ihr Abdruck auf einer alten Karte zum Hinweis werden. Persönliche Fakten erst im Schlussabsatz wie Etiketten anzuhängen, macht die Geschichte noch nicht persönlich.

Sag klar, was nicht vorkommen soll

Beschreibe zuerst, was du möchtest. Eine kurze Grenze kann danach den offensichtlich falschen Ton verhindern: keine gruseligen Bösewichte, keine Witze über das Aussehen, keine Trennungsszene oder kein Abschluss, der das Gelernte ausführlich erklärt.

Formuliere genau. "Kindgerecht" überlässt deinen Maßstab dem Werkzeug. "Das Kind darf nervös sein, aber niemand geht verloren, wird verletzt oder allein gelassen" ist eine klare Vorgabe.

Ein oder zwei Stimmungswörter helfen. "Ruhig und neugierig" ist brauchbarer als "magisch, lustig, aufregend, lehrreich, emotional und gemütlich". Die aktuelle Prompt-Anleitung von OpenAI empfiehlt denselben Grundsatz: klare, konkrete Informationen statt Mehrdeutigkeit. Sie behandelt Überarbeiten außerdem als normalen Teil des Promptens, nicht als Beweis für einen gescheiterten ersten Versuch.

Trenne Story-Prompt und Bildbriefing

Der Story-Prompt legt fest, was passiert. Das Bildbriefing beschreibt, wie die Welt aussieht. Beides hängt zusammen, doch zu viele Bildvorgaben im Handlungstext können die Geschichte unnötig schwer machen.

Beginne mit Leser, Figur, Problem, persönlichen Details, Stimmung und Ende. Sobald die vier Handlungsstationen funktionieren, schreibst du ein kurzes Bildbriefing mit:

  • Illustrationsstil und allgemeiner Farbstimmung
  • Wiederkehrenden Referenzen für die Figuren
  • Kleidung oder Gegenständen, die gleich bleiben müssen
  • Dingen, die nie als Schrift im Hintergrund auftauchen sollen

Prüfe danach jede Szene einzeln. Ein Generator kann das richtige Ereignis schreiben und trotzdem die falsche Handlung illustrieren. Google beschreibt zum Beispiel einen Bilderbuch-Ablauf, der Text-Prompts mit hochgeladenen Fotos oder Zeichnungen verbindet. Die bequeme Kombination ersetzt nicht die Kontrolle, ob Bild und Text tatsächlich dasselbe erzählen.

Bereite fotobasierte Figuren separat vor. Die Foto-Checkliste für KI-Bilderbücher behandelt Licht, Perspektiven, Gesichtsausdrücke, Haustiere und Gruppenbilder.

Verbessere den Prompt anhand des Entwurfs

Wirf nicht alles weg, weil eine Seite schwach ist. Benenne zuerst das Problem und ändere dann so wenig wie nötig.

Problem im EntwurfSinnvolle Änderung im Prompt oder in der Überarbeitung
Der Anfang dauert zu langeZiel oder Problem soll auf der ersten Doppelseite beginnen
Das Kind schaut nur zuLege seine entscheidende Handlung fest und streiche die Rettung durch Erwachsene
Die Geschichte wirkt austauschbarErsetze breite Eigenschaften durch einen echten Gegenstand, Satz oder Moment
Es passiert zu vielBehalte ein Ziel; die zweite Idee wird ein anderes Buch
Die Sprache klingt wie eine LektionBitte um Handlung und Dialog statt einer erklärten Moral
Das Ende kommt zu plötzlichErgänze nach der Lösung eine ruhige Abschlussszene
Ein Bild widerspricht dem TextÜberarbeite das Briefing dieser Szene, nicht die ganze Handlung

Lies den Entwurf laut. Markiere die erste Stelle, an der deine Aufmerksamkeit nachlässt, den ersten Satz, der nicht nach eurer Familie klingt, und jeden Moment, in dem das Bild einen unklaren Text retten muss. Daraus entsteht ein besserer zweiter Prompt als aus "Mach es spannender".

Gehe sorgsam mit persönlichen Angaben um

Ein privates Familienbuch braucht weder Schulnamen und Adresse noch den täglichen Weg oder medizinische Angaben des Kindes. Verwende den roten Rucksack, aber lass das Schullogo weg. Erzähle vom Regenspaziergang, nicht von der genauen Straße.

Prüfe vor dem Upload von Fotos oder Familienmaterial die Datenschutzregeln des Werkzeugs. Wer kann den Entwurf sehen? Ist er standardmäßig öffentlich? Wie funktioniert die Löschung? Erklärt der Dienst, wie hochgeladene Inhalte genutzt werden? Der UNICEF-Ratgeber zum Teilen von Kinderinformationen im Internet empfiehlt außerdem, Kinder in Entscheidungen einzubeziehen, sobald sie ihre Meinung äußern können, und an den späteren Empfängerkreis zu denken.

Bitte um Erlaubnis, bevor du die Erinnerung, das Bild oder den privaten Witz einer anderen Person verwendest. Eine schöne Überraschung sollte nicht davon abhängen, die abgebildete Person zu übergehen.

Vom Prompt zum fertigen Bilderbuch

Wenn deine Idee mit Familienfotos beginnt, führt dich die Anleitung zum personalisierten Bilderbuch mit Fotos von der ersten Idee bis zur Seitenprüfung und Sicherung der Erinnerungen. Storique kann aus dem Briefing und ausgewählten Fotos einen illustrierten Entwurf erstellen, den du prüfst. Die Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt den Ablauf, sobald du das Buch umsetzen möchtest.

Häufige Fragen

Wie lang sollte ein KI-Bilderbuch-Prompt sein?

Lang genug, um Leser, Figur, Schauplatz, Problem, persönliche Details, Stimmung, Grenzen und Ende festzulegen. Das kann ein kompakter Absatz sein. Mehr Wörter ergeben nicht automatisch eine bessere Geschichte; klare Entscheidungen schon.

Soll ich die KI sofort das ganze Buch schreiben lassen?

Bitte zuerst um eine kurze Gliederung oder vier Handlungsstationen. Prüfe die Form und lass erst dann den Entwurf schreiben. So entdeckst du eine passive Hauptfigur, eine zu große Handlung oder das falsche Ende, bevor sich das Problem über alle Seiten zieht.

Wodurch wirkt ein personalisierter Story-Prompt wirklich persönlich?

Nutze Einzelheiten, die die Handlung beeinflussen: einen echten Satz, einen vertrauten Gegenstand, eine Angewohnheit, einen wichtigen Ort oder eine gemeinsame Erinnerung. Ein Name und eine Liste positiver Eigenschaften reichen selten.

Kann ich denselben Prompt in einer anderen Sprache verwenden?

Übernimm die Entscheidungen zur Geschichte, aber formuliere den Prompt für die andere Sprache und Lesesituation neu. Namen und Familiendetails bleiben erhalten. Redewendungen, Rhythmus und kulturelle Bezüge solltest du anpassen, statt jeden Satz wörtlich zu übersetzen.

Quellen